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DAS HOMBERGER WAPPEN
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Das Wappen zeigt in schräglinks  geteiltem Schild vorne einen roten, blaubewehrten und –gezungten Löwen in Gold, hinten in schwarz ein silbernes Haus unter einem silbernen Jagdhorn. Die vordere Schildhälfte verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zur Wild- und Rheingrafschaft. Die hintere Schildhälfte zeigt das zur Gemeinde gehörende Jagdhaus der Wild- und Rheingrafen. Das Jagdhorn nimmt desgleichen darauf Bezug.

Homberg heißt in Urkunden von 1319 und 1324 und auch noch 1448 Hoenberg. Um 1500 taucht der Name Hombergk auf, seit 1650 Homberg. In der Schmitt´schen Karte von 1797 begegnet uns die mundartliche Form des Namens Homerisch. Sie ist durch die Bildung des Sprossvokals „i“ entstanden: Homberich – Homerich. Der Siedlungsname entstand aus dem Flurnamen „ze dem hohen berge.“

Über das Schicksal des Ortes Kesvilre ist nichts genaueres bekannt, aber vielleicht war es ja die Pest die damals in Europa umging die das Schicksal des Ortes besigelte.An den Ort Kesvilre erinnert heut das Flurstück Käsweiler das als Ackerland genutzt wird.

Homberg wurde vom 30-Jährigem Krieg verschont, aber 1677 von den Franzosen unter Ludwig dem XIV. völlig verbrannt. Nicht ein Haus stand noch, alles wurde zerstört doch die Homberger machten sich an die Arbeit und bauten alles wieder auf.

1746 war Phillip Mensch Reihebürgermeister, in diesem Jahr machte er sich einer Unordnung schuldig in dem er das Gemeindeobst vor der befohlenen Zeit versteigerte. Es war ein schöner warmer Herbsttag, die Versteigerung ging flott vonstatten und es wurden gute Preise bezahlt. Danach lud der Bürgermeister die Gemeindeleute zu einem Umtrunk in das Gasthaus ein.

Dort wanderte das Geld nach und nach in die Taschen des Wirtes.
Aber dem Bürgermeister war es entgangen das einige nicht an dem Gelage teilgenommen hatten. Diese waren sehr aufgebracht, und brachten die Sache in Grumbach vor das Gericht. Phillip Mensch wurde zu einer Strafe von 1 Unze verurteilt.

1793 besetzten französische Revolutionstruppen das Land, die französische Herrschaft dauerte bis 1814, am 19. Oktober 1814 kamen die Einwohner aus allen Dörfern der Umgebung auf der Höhe zwischen Sulzbach und Homberg zu einer Freiheitsfeier zusammen. Salutschüsse aus kleinen Kanonen und die Kirchenglocke aus Sulzbach trug die frohe Kund übers Land.

1859 gab es eine große Brandkatastrophe und im Ort brannten 47 Gebäude nieder. Die Menschen konnten sich retten aber es kam viel Vieh ums Leben. Der enstandene Schaden wurde damal auf 35 000 Taler geschätzt. Der Preußische König gewährte eine Wiederaufbauhilfe von 1000 Talern und alle benachbarten Orte und auch einige aus der Meisenheimer Gegend sammelten um den Hombergern den Neubeginn zu ermöglichen. In diesem Zuge wurden auch Wasserkanäle geschaffen und ein Gemeindehaus gebaut.

Das wichtigste war damals das Land und das Vieh. 1958 gab es in Homberg noch:

18 Pferde
337Kühe
217 Schweine
7 Bienenvölker

Homberg war immer ein Ort in dem die Menschen von der Landwirtschaft gelebt haben. Doch durch die strukturellen Veränderungen nach dem Krieg ist der Anteil der Vollerwerbslandwirte in der Gemeinde auf einen Betrieb zurückgegangen, wobei es noch einige Nebenerwerbslandwirte gibt. Die meisten Erwerbstätigen in der Gemeinde sind heute im Handwerk tätig.

In jedem Dorf gab es kleine Geschäfte, meistens mit dem Schild "Kolonialwaren" versehen.Hier gab es alles was man brauchte, aber von keinem anderem aus dem Ort bekommen konnte.


Der Kolonialwarenladen der Fam. Risch im Oberdorf (ca. 1925)